Initiative kostenreduziertes Bauen: Ergebnispräsentation
Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der „Initiative kostenreduziertes Bauen“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sollen die Schaffung von bezahlbarem und attraktivem Wohnraum ermöglichen. Aus den entwickelten Maßnahmen lassen sich insgesamt bis zu 2.000 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche einsparen. Hierzu gehören bedarfsgerechtere Standards, effizientere Planungs- und Managementprozesse sowie schnellere Genehmigungen – ein Durchbruch im Wohnungsbau. HAMBURG TEAM war am Entstehungsprozess des neuen „Hamburg-Standards“ beteiligt. Bastian Humbach, Geschäftsführer Projektentwicklung, Michaela Wiedl, Senior Projektleiterin, und Andreas Pfisterer, Technische Leitung, engagierten sich in zwei der drei Handlungsfeldern.
Im Arbeitskreis um das Handlungsfeld „Optimierte Prozesse und Planung“ beschäftigte sich unsere Delegation mit dem Thema Teambuilding – ganz konkret mit der Bildung von „Bauteams“. Durch die frühzeitige kooperative Zusammenarbeit gelingt es, eine höhere Planungssicherheit und höhere Effizienz zu erreichen. Definierte Kostenobergrenzen können eingehalten und sogar Kosten reduziert werden. Die Bündelung des gemeinsamen Know-hows von Bauherr, Architekt*in und Bauunternehmen bietet ein großes Optimierungspotential im Planungs- und Bauprozess. Kernstück unseres Engagements in den letzten acht Monaten ist ein entwickeltes Prozessschaubild über den Ablauf und die Wirkungsweise des Bauteam-Modells. Ergänzend wurde im Arbeitskreis gemeinsam eine Reihe von Gelingensbedingungen zusammengestellt. Eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen mit bereits erprobten Bauteamprojekten rundet das Arbeitsergebnis ab.

Des Weiteren konnten wir unsere HAMBURG TEAM-Expertise im Rahmen des Handlungsfelds „Kostenreduzierte Baustandards“ mit einbringen. Hier wurden durch uns in den Unterarbeitskreisen „Barrierefreiheit“ und „Schallschutz“ technische Grundlagen für bedarfsgerechte Anpassungen etablierter Standards in der Baukonstruktion mitentwickelt, um durch verzichtbare Anforderungen die Kosten zu senken. Für die konkrete Anwendung wurden Arbeitshilfen erarbeitet, die sich an alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette richten.
Im Rahmen der „Initiative kostenreduziertes Bauen“ haben über 200 Fachleute, Vertreter*innen der Praxis sowie Entscheidungsverantwortliche von rund 100 Institutionen der Privatwirtschaft und der öffentlichen Hand gemeinsam an einem zentralen Ziel gearbeitet: die Wohnbaukosten nachhaltig zu senken. Der „Hamburg-Standard“ ist eine dringend benötigte Grundlage für das Ankurbeln des Wohnungsbaus.